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Jahresübersicht 2008

2008 geht für die Region Werra-Meißner als insgesamt leicht zu mildes und leicht unterdurchschnittlich feuchtes Jahr in die Statisitk ein. Damit ist 2008 das nun 12. Jahr in Folge, welches wärmer ausfällt, als das statistische Mittel der letzten 50 Jahre!

Gesamtbetrachtung

Mit insgesamt 642 l/m² fielen im Jahr 2008 rund 300 l/m² weniger Niederschlag als im Jahr zuvor. Dennoch war das Jahr nur leicht unterdurchschnittlich feucht (94% des langjährigen Klimareferenzwertes). Der meiste Niederschlag fiel im zeitigen Frühjahr zwischen März und April.


Grafik Niederschlagsmenge


Die Durchschnittstemperatur betrug 9,7°C und lag damit rund 0,8°C über dem Klimamittel.
Insgesamt zählte das Jahr 42 Sommertage mit Temperaturen über 25°C und 11 heiße Tage mit Temperaturen über 30°C. Frostphasen gab es nur kurzzeitig Anfang Januar sowie Anfang März sowie Anfang und Ende Dezember, so dass nur 8 Eistage und 75 Frosttage registriert werden konnten. Im Vergleich zum 50-jährigen Mittel sind das leicht unterdurchschnittliche Werte.


Grafik Tagesmitteltemperatur




Grafiken zur Windgeschwindigkeit und -richtung


Langzeitwerte seit 1953


Winter



Dezember 2007
Der Monat war zu Beginn sehr mild und feucht, um den 10. herum kam es zu einer Umstellung der Großwetterlage mit nun hohem Druck über Skandinavien und demzufolge niedrigen Temperaturen bei uns. So gab es immerhin 15 Frost- und 7 Eistage. Insgesamt war der Dezember aber dann doch noch leicht zu mild (+0,3°C).
Januar 2008
Ein typischer Westlagen-Monat! West- bzw. Südwestlagen bringen im Winterhalbjahr sehr milde Atlantikluft nach Mitteleuropa, so auch im Januar 2008. Der Monat war um 3,5 K zu warm, und selbst nachts gab es nur leichten Frost (TMin -4,5°).
Februar 2008
Auch der letzte Wintermonat war lediglich um die Monatsmitte leicht winterlich (trockene Nachtfrostperiode). Stationäre Hochdruckgebiete prägten diesen Monat. Deutschland und damit auch unsere Region befand sich meist auf der warmen Seite des Hochs. Der Februar zählte 14 Frosttage und war ebenfalls rd. 3 K zu mild.

Frühjahr


März 2008
In der Summe nur leicht wärmer als die beiden Vormonate, aber deutlich zu naß präsentierte sich der März. Es fiel mehr als das Doppelte an Niederschlag und ausgerechnet zu Ostern war der Monat am kältesten.
April 2008
Der April begann zunächst noch sehr unterkühlt und feucht, erst um den 20. herum kehrten mit einem kräftigen Hochdruckgebiet auch temperaturmäßig Frühlingsgefühle ein.
Mai 2008
Der Mai machte seinem Namen als Wonnemonat im Jahr 2008 alle Ehre. Er war mild bis warm (+1,7 K, 3 Sommertage, 1 Hitzetag) und trocken: 12,1 mm an 8 Regentagen.

Sommer


Juni 2008
Auch der Juni war deutlich wärmer (+1,6 K) als im langjährigen Mittel und brachte mit 72mm genau die durchschnittliche Juni-Niederschlagsmenge mit sich.
Juli 2008
Ein durchwachsener Juli mit 16 Regentagen, 14 Sommer- und 6 heißen Tagen, war etwas wärmer als im Mittel und leicht überdurchschnittlich feucht. Am 29. gab es durch gewittrige Starkregenfälle 30mm Niederschlag pro m². Der heißeste Tag des Jahres datierte am 02. Juli mit 33,2 °C.
August 2008
Anfang August gab es nochmals ein heiße Phase mit bis zu 33,0°C am 07.08., insgesamt war der August aber nur leicht zu warm (+0,7 K) und relativ trocken, bei 24,6mm an 15 Regentagen.

Herbst


September 2008
Nach dem deutlich zu warmen Sommermonaten folge zunächst auch ein warmer Septemberbeginn, der am 11. mit 26,4°C seinen Höhepunkt erreichte. Dann gelangte Mitteleuropa auf die Ostflanke eines Hochs über GB, so dass deutlich kühlere Luftmassen herangeführt wurden. Das Temperaturniveau sank von durchschnittlich 16°C in den ersten beiden Wochen auf knapp unter 10°C in der 3. und 4. Septemberwoche. Bereits am 18. gab es den ersten leichten Nachtfrost. Am Ende war der Monat immerhin 1 K kühler als im Mittel.
Oktober 2008
Auch der Oktober blieb leicht kühler als üblich (-0,5K). Es gab zwei Frosttage und leicht überdurchschnittliche Niederschlagstätigkeit.
November 2008
Nach einem zunächst recht milden Monatsbeginn mit Temperaturen bis 14,6 °C, stellte sich um die Monatsmitte erneut die bekannte Wetterlage Hoch GB ein, so dass wir auf der Ostflanke erneut in den Genuß nordatlantischer Luftmassen kamen. Am 21. gab es durch eine zyklonale Nordlage verbreitet Schneefälle verbunden mit starken Wind. Es gab 10 Frosttage mit Temperaturen bis -11°C am 25.

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