Ende Juni/Anfang Juli war ich für 12 Tage auf den Azoren, genauer gesagt auf der Hauptinsel Sao Miguel. Die Azoren bestehen aus 9 unterschiedlich großen Inseln vulkanischen Ursprungs. Sao Miguel ist die von Osten gesehen zweite Insel und die größte der Azorengruppe. Sie liegt bei 25° 30' W und 37° 44' N und etwa 3100 km oder 4 1/4 Flugstunden von Frankfurt/Main.
Als Wetterfreak wollte ich natürlich das viel beschworene Azoren-Hoch mal aus der Nähe kennen lernen. Darunter ist das Wetter sehr angenehm, 21-25°C, Sonne und Wolken im Wechsel prägen den Tagesgang. Nachts wird es im Sommer nicht kälter als 16-17°C. Das Azorenhoch liegt im Mittel einige 100 km südlicher, so dass die Azoren selbst immer wieder auch von mehr oder weniger wetterwirksamen Fronten gestreift werden. Nur mit Glück erwischt man auch in den Bergen einen wolkenfreien Tag.
Ein paar der rd. 600 Bilder möchte ich Euch hier zeigen. Ach ja, die Azoren gehören zu Portugal und damit zur EU, eine Tatsache, die nicht jedem auf Anhieb bekannt ist.
Zweimal wöchentlich gibt es eine Direktflugverbindung von FFM mit Sata Internacional. Wir durften eine der drei Maschinen vom Typ Airbus A320-200 besteigen.
Die Insel ist für reine Strand- oder Badetouristen eher ungeeignet, da es nur wenige echte Sandstrände gibt. Wer dagegen Ruhe sucht, wandern oder einfach die Landschaft genießen möchte, ist dort genau richtig.
Es gibt drei große vulkanische Kraterseen und jede Menge vulkanische Aktivität in Form heißer Quellen.
In diesen Erdhügeln wird eine azorianische Spezialität in der heißen Erde gekocht. Cozidos ist ein Eintopfgericht mit Fleisch und Gemüse und ausgesprochen lecker, wenn man es frisch verzehrt.
Die Ilheu de Vila Franca, ein kleines Eiland vor der Küste, mit einem kreisrunden meerwassergefüllten Krater, der zur Küste hin offen und zur Meeresseite geschlossen ist. Das ruhige glasklare Wasser lädt zum Schnorcheln oder Tauchen ein.