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Wetterereignisse

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Wenn man die Presseberichte zum Maßstab nimmt, muß am 28.02.2010 ein langer und kalter Winter zu Ende gegangen sein. Immer wieder wurde auch in der heimischen Presse über das Winterwetter und seine Folgen berichtet. Aber wie kalt war der Winter 2010 im Verhältnis zu vergangenen Jahren wirklich? Diese Frage wird sich vielleicht der ein oder andere Mitbürger schon gestellt haben. Ich möchte hier eine objektive Antwort geben.

Meteorologisch beginnt der Winter am 01. Dezember und endet mit dem letzten Februartag. Der Dezember begann bei uns zunächst noch relativ mild, während sich über Nordosteuropa bereits massive Kaltluftmassen sammelten. Diese Kaltluft fand ab 12. Dez. den Weg nach Mitteleuropa und war von kurzzeitigen Milderungen abgesehen bis etwa 18. Februar wetterbestimmend. Dementsprechend war es lang und andauernd kalt. Es gab 74 Frosttage und 33 Eistage mit Höchsttemperaturen unter 0°C. Die Temperaturspanne reichte von +12,7°C bis -20,2°C, im Durchschnitt war der Winter -1,73°C kalt.

In der Liste der kältesten Winter seit Beginn der regelmäßigen Messung in Eschwege im Jahre 1953 reichte es mit weitem Abstand aber nur zu Rang 7.
  1. 1963 -5,87°C
  2. 1970 -2,50°C
  3. 1996 -2,31°C
  4. 1956 -2,03°C
  5. 1985 -2,00°C
  6. 1979 -1,87°C
  7. 2010 -1,73°C
Im langjährigen Mittel sind die Winter in Eschwege allerdings +0,95°C kalt, so daß wir einen Winter erlebt haben, der 2,68 °C kälter war als im langjährigen Mittel. Über die durschnittliche Schneehöhe gibt es keine vergleichbaren Messwerte, so dass man dies dem subjektiven Gefühl jedes einzelnen überlassen muss.

Torsten Rost, 06.03.2010