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Eschweger Wetterchronik
zusammengestellt und ergänzt von Torsten Rost


Regelmäßige Wetterbeobachtungen und entsprechende Aufzeichnungen gibt es aus der Vergangenheit kaum, und von den Chronisten, Stadt- und Tagebuchschreibern wurden allenfalls besonders herausragende Ereignisse registriert und schriftlich festgehalten. Insbesondere sind dies Ereignisse, die leicht zu Katastrophen für die Bevölkerung werden konnten, weil z.B. die Versorgung mit Lebensmitteln in Gefahr zu geraten drohte. (siehe auch Herbert Fritsche, Eschweger Kalenderblätter 1987-1990)

1077
Kältester Winter aller Zeiten.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

9. Juli 1342
Hochwasser an der Werra
Eines der größten Hochwasser aller Zeiten. In Hann.-Münden kam die Flut sogar durch das Obertor rein und stand mehrere Tage in der Stadt. Es wurden zahlreiche Brücken fortgerissen und Häuser zum Einsturz gebracht. Das Wasser stand 8,91 m hoch!
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1323
Von Ende November bis Februar war die Ostsee zugefroren. Der gesamte Wein ist erfroren.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1381
Trockenheit
Es war eine große Trockenheit und die Werra so klein, dass die Mühlen nicht gingen und man überall durchwaten konnte.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Extremes Niedrigwasser
In heißen Sommern trocknete naturgemäß das Flußbett aus, die Werra glich oft nur einem größeren Bach. Für Schiffahrt, Flößerei und Mühlen hatte dies entsprechend negative Folgen. 1381 war die Werra angeblich so klein, daß man überall durchwaten konnte und alle Mühlen stillstanden. Dies führte zu einer Hungersnot." (H.Fritsche).
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1405
Unwetter
"...dreizehn Tage und Nächte war ein großes Wetter gewesen, mit Donnern und Blitzen, dass es nicht zusagen gewest und die Frucht auf dem Felde alle verderbet..."
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1408, 1435, 1489 und 1573
Sehr strenge Winter
Alle Flüsse, die Ostsee und der Bodensee zugefroren. Der Winter war so hart, daß die Werra 2 Ellen dick gefror. (Hessischer Volkskalender, Jahrgang 1843).
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1441 oder 1443
Strenger Frost
Ein strenger Frost, der 4 Wochen anhielt, richtete in den Weinbergen und an den Obstbäumen viel Schaden an.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1461
Hochwasser an der Werra
Am 14.11. ist die Werra aus den Ufern getreten und eine Überschwemmung gewesen, deren Größe sich niemand hat erinnern können. Es ist der ganze an der Werra gelegene Teil der Häuser überflutet und zum Teil zerstört worden, auch viel Vieh ist umgekommen. Auch das "Hospital zum Heiligen Geist" vor der zweiten Werrabrücke wurde durch das Hochwasser völlig überflutet, wie aus der thürigischen Chronik nach Bange hervorging.
Quelle: Chronik der Stadt Wanfríed

Es fand eine bedeutende Überflutung der Werra statt.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Winter 1539/40
besonders strenger Winter mit großer Kälte und tiefem Schnee, in dem rudelweise Wölfe in die Dörfer eindrangen und dass das Vieh auch im Stall kaum sicher war.
Quelle: Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche

Sommer 1540
heißer und trockener Sommer, der durch die langanhaltende Trockenheit Getreide und Futterpflanzen verbrennen ließ. Die schlechte Versorgungslage hielt bis Fastnacht 1541.
Quelle: Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche

10. Januar 1552
Hochwasser an der Werra
"1552, den zehnten January is dat Water gegahn unden an disen Stein, un in der folgenden Nacht ein schröcklich Wedder met Donner!"
Quelle: Inschrift der St. Blasiikirche in Hann. Münden, nur wenig unterhalb der Eintragung von 1342

1602, 1610, 1611 und 1616
außergewöhnliche Hochwasser mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen für die Menschen, weil z.B. die Solebrunnen in Sooden "abgesoffen" sind oder die Werraschiffahrt eingestellt werden musste.
Quelle: Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche

1634
Trockenheit
Die Dürre dieses Jahres erzeugte einen solchen Mangel, dass das Vieh haufenweise fiel." (Hessischer Volkskalender, 1843).
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1640
Wetterbedingter Bergsturz
Bei Wanfried ist im Januar ein Teil der Plesse abgestürzt; die Erschütterungen sollen bis nach Eschwege zu spüren gewesen sein.
Quelle: "Eschweger Kalenderblätter" von Herbert Fritsche

Juni 1652
Hochwasser an der Werra
Große Überschwemmung und Wasserschaden auf der Schlagd, an den Lagerhäusern und den in diesen lagernden Waren.
Quelle: Chronik der Stadt Wanfried

zum Jahr 1673
Hochwasser an der Werra
Eine der größten Überschwemmungen, welche im Werratale Johanni stattgefunden.
Quelle: Chronik der Stadt Wanfried

14. Januar 1682
Hochwasser an der Werra
Große Wasserflut; hierbei wurde das Städt. Armenhaus stark beschädigt.
Quelle: Chronik der Stadt Wanfried

1696
Hat es Anfangs Martii so starken Frost gegeben, dass das Grundeis auf Gertruden Tag (17.3.) die Schließe aufgestoßen und die Bäume mitsamt den Dielen mitgenommen." (Chronik BSA).

1709
"Ist ein solcher kalter Wind entstanden, dass auch die Werra zu einigen Orten bis auf den Grund gefroren, und hat continuirlich gedauert bis zum 15. Martii, daß auch die Vögel aus der Luft tot heruntergefallen und darauf ein gewaltiger Eisschutz erfolget, so nie so starkgesehen worden." (Chronik BSA).

Erfror die gesamte Winterfrucht und eine große Anzahl Obstbäume. Es war die Werra den 4. Oktober (!) zugefroren." (Chronik BSA).
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

28. Februar 1730
Hochwasser an der Werra
Am 28. Februar sehr großes Wasser. Die Bewohner der unteren Stadt gerieten in Lebensgefahr und konnten nur mit großer Mühe gerettet werden. Dieselben verloren ihre meisten Habseligkeiten und fast sämtliches Vieh.
Quelle: Chronik Wanfried

1733
besonders strenger Winter
Quelle: Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche

24. Juli 1735
Hochwasser an der Werra
Zehn Tage anhaltend große Überschwemmung. Der Wasserstand der Werra war so hoch, daß die Hirten mit ihren Herden nicht an den Eichenberg gelangen konnten.
Quelle: Chronik Wanfried

1739
besonders strenger Winter
Fast alle Weinberge sind erforen, so dass der Weinanbau um Eschwege herum entgültig eingestellt wurde.
Quelle: Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche

Winter 1740/1741
Hochwasser an der Werra
Den 12. Decembris bis den 17. ist ein solcher Wind und Regengewesen, daß die Werra aufgelaufen, daß solches in 20 Jahren nicht so groß gesehen.

Am 15. Januarii die Werra am allerhöchsten gestiegen und so groß gewesen, daß auch kein alter Mensch sich erinnern kann, solche je so groß gesehen zu haben.
Quelle: Chronik Bad-Sooden-Allendorf

Februar 1784
Hochwasser an der Werra
Im Februar großer Eisgang mit Hochwasser, wodurch die Ziegelhütte auf dem Grie teilweise zerstört wurde. In Hann.-Münden wurde die steinerne Werra-Brücke durch den Eisgang so stark beschädigt, daß sie gesprengt werden mußte.
Quelle: Chronik Wanfried

1823 und 1827
besonders strenger Winter
Quelle: Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche

1830, 1836 und 1839
große Überschwemmungen an der Werra
Quelle: Eschweger Kalenderblätter von Herbert Fritsche

7. Januar 1831
Polarlichtsichtung in Eschwege
Quelle: Karl Schreiber

18. Februar 1837
Polarlichtsichtung in Eschwege
Quelle: Karl Schreiber

zum Jahr 1841
Hochwasser an der Werra
Eisgang der Werra. Das Wasser stand 13 Fuß hoch (ca. 830cm!) und ging über die hölzerne Brücke zwischen Sooden und der Stadt Allendorf. Die hinterste Brücke hietl am ständigsten und vorzüglich, am mittelsten Bogen sind Schäden.
Quelle: Chronik Bad Sooden-Allendorf

1843
25. Mai Große Überschwemmung durch die Werra.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1844
28. Februar Große Überschwemmung durch die Werra und großer Uferschaden.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1845
25. März, 3. Ostertag erster Eisgang der Werra. 26. März ging alles Eis weg. 28. März Eintritt von Hochwasser, weiches eine ganze Woche anhielt." (Alle drei Chronik BSA).
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

Winter 1845/1846
Hochwasser an der Werra
Ende Januar und Anfang Februar eine so große Überschwemmung an der Werra, wie seit Menschengedenken nicht stattgefunden hatte. Der Wasserstand am Pegel der Werra war über dessen Höchstmaß von 11 Fuß hinaus gestiegen und lag um 1 bis 2 Fuß höher als 1799, den höchsten den man bisher kannte. Am 28. Januar war des Wasser so stark gestiegen, daß dasselbe über die hölzerne Communicationsbrücke und über den Damm ging.
Quelle: Chronik Bad Sooden Allendorf

24. Oktober und 21. November 1847
Polarlichtsichtung in Eschwege
Quelle: Karl Schreiber

29. Januar und 21. Februar 1848
Polarlichtsichtung in Eschwege
Quelle: Karl Schreiber

1862
Überschwemmung
In diesem Jahr erfolgte nach tagelangen Regenfällen Ende Juli eine große Überschwemmung der Feldfluren. Die schon geschnittene Frucht wurde durch das Hochwasser von den Feldern geschwemmt.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1865
Am 17. Februar fing es zu frieren an und es wurde bis zum 20. März so kalt, daß die Werra noch einmal zufror."

In den Monaten Mai, Juni und Juli 1865 herrschte eine so große Dürre, daß die Werra nur noch einem Bach glich. Mitte Oktober noch stand sie 3 Zoll unter 0 am Pegel. (Witzenhausen)
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1871
"30. Juni: in Folge des anhaltenden Regenwetters trat die Werra aus ihren Ufern und war am 28. Juni 11 Fuß, am 29. über 14 1/2 Fuß hoch, eine Höhe, welche hier noch nie gewesen. Am 30. morgens ging das Wasser oberhalb der Fabrik (Chausseehaus) über den Damm über die Straße in das jenseitige Feld, auch drohte der Damm durchzubrechen und wurden von hiesigen Einwohnern Säcke geliefert, weiche mit Erde etc. gefüllt den Damm schützten." (Chronik BSA).

Aus Kleinvach wird berichtet: Arn Oberlauf der Werra war ein wolkenbruchartiges Unwetter niedergegangen. In wenigen Stunden war unser Dorf Kleinvach überschwemmt, in den Straßen stand das Wasser einen Meter hoch. Es stieg bis an die Fensterhöhe an niedrigen Wohnungen und lief in die Stuben. Das Vieh wurde aus den Ställen geholt und zum Teil in Keller am Bornrain gebracht. Andere Familien brachten ihre Kühe nach Motzenrode, um sie dort bei Verwandten unterzustellen. Die ganze Gemarkung überflutete ein See, das duftende Heu war fortgespült, was noch am Halm stand, verfaulte, Fünf Tage stand das Wasser, ehe es sich wieder verlief." (Chronik Kleinvach).
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1872
leichtes Erdbeben im Werratal
Am 6. März vermerkte ein Chronist in Eschwege eine Erderschütterung. "... und dass verschiedene Gegenstände ohne sonst erkennbare Veranlassung in zitternde und schwankende Bewegung geraten sind."
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1880
"Nachdem im December die Werrabrücken von dem Eis befreit wurden, ging das Eis, welches sich daran festgesetzt hatte, ohne besonderen Schaden anzurichten."
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1881
Vom 9. bis 11. März starkes Hochwasser, wie seit 1871 nicht mehr.

1888
28. März, große Überschwemmung.

1890
20. November, riesige Überschwemmung
" Der Neubau der mittleren Brücke in Allendorf/W. wurde einer harten Probe unterworfen. Durch den Bruch der Schotten beim Dammhaus hat das Überschwemmungsgebiet eine weite Ausdehnung erhalten" (Werra Bote). In Hann.Münden betrug die Wasserhöhe 6,81 m..
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1891
"Der am 25. Januar beginnende Eisgang war einmalig. Es war ein Getöse, daß man sein eigenes Wort nicht verstand. Die Schollen waren über 1/2 Meter dick." (Alles Chronik BSA). In der Chronik von Kleinvach lesen wir über den Winter 1890/91 u.a. folgendes: "Bereits im November war die Werra zugefroren und ein starker Eisschutz ging. Die Schollen wurden aus dem Strombett gedrückt und fuhren wie kleine Kähne durch das Unterdorf... Durch den Anprall der Eisschollen, die donnernd gegen die Fachwerkhäu ser trieben, wurden verschiedene Häuser stark beschädigt. An der Pumpe im Unterdorf lag das Eis den ganzen Winter hindurch. Die Fähre war stromabwärts getrieben worden und bot in ihrer Lage auf einem der Äcker am Seerain einen eigenartigen Anblick. Die Schulkinder aus Weiden konnten nicht zum Unterricht nach Kleinvach kommen. Nach diesem Eisschutz wurde es wieder grimmig kalt, sodaß der Strom wieder erstarrte. In der Nähe der alten Fähre fuhren die Anlieger nunmehr mit den Gespannen über das Eis, ja, Leute des Gutes fuhren mit vier Pferden die Meißnerkohlen auf Wagen herüber, von denen jeder 60 bis 80 Zentner geladen hatte!"
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1902
Eisschollen auf der Werra
Im Dezember stauten sich gewaltige Eisschollen auf der Werra, so dass Pioniereinheiten aus Hann.-Münden sprengen mussten. Das vorhergegangene Hochwasser stand bis nach Aue hinein und in Schwebda bis auf den Gutshof.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1906
schweres Gewitter
"Während des in der verwichenen Nacht über unseren Ort gezogenen schweren Gewitters fuhr ein Blitzstrahl in die Spitze des Kirchturms, beschädigte das Zifferblatt und riß es ab, ging am Turme hernieder und riß einige Steine heraus und zertrümmerte zwei steinerne Pfeiler des vor der Kirche befindlichen Eisengitters."
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1908
Kreuzotternplage
In diesem Jahr gab es eine Kreuzotternplage. Jeden Tag standen Warnungen in der Zeitung und Mitteilungen, wie viel dieser heute kaum noch anzutreffenden Tiere erschlagen wurden.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1909
Treibeis
Die Werra führte im Februar wieder große Mengen Treibeis mit sich, und das Ried zwischen Schwebda und Grebendof ist jetzt eine spiegelglatte Eisfläche von gewaltiger Ausdehnung.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Durch plötzliche Schneeschmelze, Regen und Eisgang kam es zwischen dem 5. und 7. Februar zu einem der größten Hochwasser aller Zeiten! In Hann.Münden betrug der Wasserstand am 7. 2. = 7,49 m. Die Werrabrücke schaute nur noch mit ihrem Mittelstücke heraus. Am 9.2. wurden auf der sogenannten "Bleiche" die Leichen zweier Knaben gefunden.

Hochwassser1909 Hochwassser1909

"Münden, 10.2. 1909 Hier hat sich ein Hilfskomitee zugunsten der von der Überschwemmung Betroffenen gebildet, das schleunigst große Mengen FeLierLingsmaterial beschafft hat., uni die nassen Wohnungen austrocknen Zu können. Die Sammlungen ergaben bis jetzt 755 MK." (WerraBote). "In Heimboldshausen wurde das Elektrizitätswerk der Kallwerke Hattorf überflutet und den darin befindlichen etwa 10 Mann der Rückweg nach dem Orte abgeschnitten_" (WerraBote) Sie konnten in einem Kahn unter großen Anstrengungen gerettet werden. In Kleinvach kenterte das Boot mit den Milchkannen des Gutes. Die beiden Insassen konnten sich an einem angeschwemmten Weidenstumpf festhalten und würden später von einem Allendorfer Schiffer gerettet. In Allendorf hatten sich zwischen Kleinbahnbrücke (Foto) Und Dammhaus gewaltige Eismassen gestaut, welche bis an den Damm hinauf reichten. Hunderte von Bürgern sahen sich dieses NaturschaLlspiel an." Den Fischern Nickel und Thornas am Fischerstad sind die Schiffe fortgetrieben. Das Hochwasser ging bis an den Bahnhof, sodaß auch dort die Haustiere in Sicherheit gebracht werden mußten. Sonnabendmittag wurden die Feuerwehren zur Hilfeleistung aufgeboten, um den Damm gegen Sooden Zu schützen." (WerraBote). In WahlhaLlsen war die Walse derart angeschwollen, daß dort mehrere Häuser Jast meterhoch im Wasser standen." (WerraBote). Die Druckerei Fischer im Allendorfer Fischerstad druckte am 6' Februar die Zeitung "WerraBote" wegen Überflutung der Räume "in der Werra". Auch die Dohlsmühle bei Kleinvach war durch den reißenden Dohlsbach total überschwemmt.

1910
Hochwasser
Im August fand eine bedeutende Überflutung der Werra statt.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Schneesturm
Ein heftiger Schneesturm wütete in der Nacht zum 12. November. Er war so stark, dass er Ziegeln von den Dächern riß, Fensterscheiben eindrückte und Bäume entwurzelte.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

zum Jahr 1911
Trockenheit
"Das Jahr 1911 war eine außergewöhnliches. Regenmangel verursachte eine große Dürre, so daß der Heuertrag spärlich und die Krummet fast gänzlich ausfiel. Kartoffeln litten Not und lieferten nur halbe Ernte. Den Sommer hindurch herrschte anhaltend große Hitze. Im Widerschein der Sonne zeigte das Thermometer öfters plus 54 Grad Celsius. Die mittelmäßige Getreideernte war am 15. August vollständig geborgen."
Quelle: Schulchronik Eltmannshausen

Von Mai bis November fiel kein Regen, Eine große Trockenheit breitete sich aus. Es konnte fast kein Heu geerntet werden, und nur wenige Brunnen im Ort hatten noch Wasser.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Eines der trockensten Jahre aller Zeiten. "Wir konnten mitten durch die große Werra gehen... Oben bei der Zaubersbrücke guckten die Felsen aus dem Wasser heraus. Wir sagten "Hungersteine" dafür." (Unsere Stadt, BSA).
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

zum Jahr 1912
Regen/Ernteausfall
"Auch das Jahr 1912 ist als ein außergewöhnliches zu bezeichnen. Eine reiche Futter- und Getreideernte stand in Aussicht. Mit dem ersten August aber setzte Regenwetter ein, das sechs Wochen anhielt, so daß das Getreide größtenteils auswuchs und man auch das Futter heimstellen mußte. Die landwirtschaftlichen Arbeiten schoben sich derart zusammen, daß die letzten Kartoffeln erst am 18. Nov. ausgetan wurden. Auch im Herbst gingen große Regenmengen nieder."
Quelle: Schulchronik Eltmannshausen

1922
strenge Kälte
"Am 08. und 09 Februar 1922 wurde der Unterricht wegen großer Kälte (-25°C) ausgesetzt."
Quelle: Schulchronik Eltmannshausen

1925
Kälte und Schnee
"Außerordentlich starke Kälte bis -25°C herrschte fast drei Wochen im Dezember und rießige Schneemassen fielen hernieder. Als dann um die Jahreswende die Temperatur plötzlich umschlug und auch noch lang anhaltendes Regenwetter herrschte, brachen über ganz Deutschland und auch über unser heimatliches Werratal furchtbare Hochwasserkatastrophen herein."
Quelle: Schulchronik Eltmannshausen

Das nächste große Hochwasser kam am 31.12.1925 1.1.1926. In Hann.Münden stand das Wasser 7,22 m. hoch. Erwähnenswert ist danach die Überschwemmung vom Dezember 1939. Die Schulkinder aus Kleinvach mußten beinahe auf eine Fahrt zum Kasseler Theater verzichten. Weitere Hochwasser gab es im Frühjahr 1946, im Juli 1956 und im Juni 1981.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1925/26
In diesem Winter hatte sich ein Eisschutz gebildet, der im Januar 1926 ein großes Hochwasser zur Folge hatte.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1929
Am 10. März 1929 setzte nach einem sehr strengen Winter ein starker Eisgang ein.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1933
Kältewelle
Die Kältewelle im Dezember brachte Temperaturen von -20°C.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1934
Gewitter mit Hochwasser
Am 24.4. kam es infolge eines schweren Gewitters über dem Eichsfeld in Schwebda zu einem Hochwasser. Bis zur Landstraße war alles überflutet.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1939/40
hatten wir einen sehr harten Winter. 1940 großer Eisgang. Im Kriegstagebuch von Ferdinand Trautvetter, Witzenhausen, ist u.a. zu lesen: "...Beim Bergschlößchen hatten sich am 25. Februar große Eismengen festgesetzt, die von der Nothilfe gesprengt wurden. Plötzlich in der Nacht zum Montag, kurz vor 3 Uhr, ertönte Sirenensignal, so daß man allgemein Fliegeralarm vermutete. Bei mondklarem Himmel war aber nichts von Fliegern festzustellen. Am anderen Morgen kam die Aufklärung. Es handelte sich um einen Alarm für die Feuerwehr, die die Eisgefahr an der Brücke beseitigen sollte. Auch am Montagvormittag wurde noch eifrig geblasen, und die Feuerwehr arbeitete von der Brücke herab mit starken Stangen an der Eisbeseitigung. Unten auf dem Eis standen Männer wie Laser und Chr. Scharf, sie mit Äxten die gewaltigen Eisschollen zerschlugen und so etwas für Abfluß sorgten. An beiden Seiten des Flusses ist je ein Bogen für das Wasser frei zum Durchfließen, in der Mitte freilich stauen sich sehr große Eismassen. Außerdem werden vom Oberlauf des Flusses weitere Eismassen gemeldet, so daß vielleicht Gefahren entstehen könnten. Auf der Brücke stehen Polizei und Gendarmerie, die die Menschen zurückhalten und auf die Uferseiten weisen, wo die Neugier auch befriedigt werden kann."
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

Winter 1941/1942
Strenger Winter mit anschließendem Hochwasser
"In der Nacht vom 2. zum 3. November 1941 fiel der erste Schnee. Und am nächsten Morgen zeigte das Thermometer schon 10°C Kälte. Dies war sehr schmerzlich, vor allem für die Bauern, die die Ernte noch nicht alle eingebracht und die Winterfrucht noch nicht gesät hatten. Das gesäte Korn war noch nicht aufgegangen. Zwar ließ der Frost noch einmal nach, aber es blieb kalt und regnerisch. Bitterkalt war es dann seit Weihnachten geworden. Viel Schnee bedeckte die Saaten. Der dritte Kriegswinter zeigte sich sehr ernst. Am 27.01.1942 hatten wir die kälteste Nacht mit -30°C. Kälte und Schnee hielten sich bis Mitte März. Dann trat plötzlich Tauwetter ein. Große Wassermassen ergossen sich durch die Straßen des Oberdorfes und durch den Bach im Schulgarten, der vollständig bis zum Bienenhäuschen überschwemmt wurde. Der Steg wurde mitgerissen. Die Schulstraße vom Momberg´schen Haus bis zur Schulpforte war ein See. Die Straße wurde von der Gewalt des Wassers aufgerissen, Steine, Sand und Erdmassen nahmen die Fluten mit."
Quelle: Schulchronik Eltmannshausen

1941/42
war der Winter noch härter, die Werra ein dicker Eispanzer.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

Februar 1946
Starkes Werra-Hochwasser nach Schneeschmelze
Quelle: "Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Umgebung" von Manfred Lückert

1947
Trockenheit
Das Jahr 1947 zeichnete sich durch außergewöhnliche Kälte im Winter und langanhaltende Trockenheit im Sommer aus. Dem folgte im Winter 1947/48 ein zweimaliges Werra-Hochwasser.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Zwischen dem 8. und 10. März Hochwasser mit großem Eisgang. Im Kriegstagebuch von F. Trautvetter ist u.a. zu lesen: "Zunächst wurde von der Wasserpolizei mit Hilfe der Amerikaner das Eis bei der Werrabrücke gesprengt. Trotzdem wälzen sich große Massen Eis und Wasser über den Motzplatz, die Felder um den Fluß waren stark überschwemmt, so daß reicher Schaden entstanden ist .... in Eschwege ist die Notbrücke stark beschädigt, einzelne Orte wie Kleinvach, Albungen usw. waren eine Reihe von Tagen vollständig von der Außenwelt abgeschnitten."

1948/49
Hochwasser
Im Winter gab es nach der Schneeschmelze starkes Hochwasser auf der Werra. Amerikanisches Militär übernimmt den Transport der Gartenbesitzer.
Quelle: "Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Umgebung" von Manfred Lückert

1955/56
Ein sehr strenger Winter. Im Frühjahr 1956 großer Eisgang.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

1956
Winterkälte
Das Jahr begann bereits mit grimmiger Kälte unter -20°C. Die Werra war lückenlos zugefroren. Am 24.2. gab es sogar -24°C Kälte. Erst am 2. März brach die Eisdecke der Werra auf. Eisschollen von über 40m² trieben auf der Werra, die innerhalb von 8 Stunden um 1,5 m anstieg und an vielen Stellen über die Ufer trat.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Unwetter
Schwere Gewitter mit starkem Regen tobten am 15. Juli über den Kreisgebiet. Die Werra trat über die Ufer und überschwemmte weite Teile zwischen Heldra und Eschwege. Der Schwebdaer Weg hinter dem städt. Altenheim stand so hoch unter Wasser, dass die Bäume auf der Ochsenwiese nur noch mit den Kronen herausschauten.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Schwere Wolkenbrüch im Gebiet der oberen Werra ließen den Fluß am 19. Juli 1956 blitzartig über die Ufer treten. Heuhaufen, tote Schweine... was schwamm da alles in der braunen Brühe!
Quelle: "Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Umgebung" von Manfred Lückert

1958
Unwetter
Am 1. August raste ein verheerendes Unwetter über Stadt und Kreis Eschwege, welches zahllose Bäume entwurzelte und Straßen blockierte. Am 19. August tobten erneut heftige Unwetter über dem Werratal. Feuerwehr und Bundesgrenzschutz waren im Dauereinsatz. In Eschwege stand das Wasser bis 1,5 m hoch.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1960
Erntenotstand
In der zweiten Augusthälfte war im Kreis Eschwege der Erntenotstand. Schwere Regenfälle hatten die Felder verwüstet.Massey-Ferguson gab den letzten Mähdrescher und 100 Grenzschützer waren Erntenothelfer.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1961
Katastrophenalarm
Am 15. April gab es in Eschwege Katastrophenalarm. Ein gewaltiges Unwetter das in der Nacht zum 15. April über dem Werratal niederging brachte verheerende Schäden in vielen Orten. Auf der B 27 zwischen Albungen und Kleinvach verursachten Geröllmassen eine Überflutung, zahlreiche Abflüsse hatten sich verstopft. Eine zweite Unwetterkatastrophe innerhalb weniger Wochen brach am 1. Juni über das Werratal her. Stundenlang tobten schwere Gewitter mit wolkenbruchartigem Regenfällen. Schlammfluten wälzten sich vom Eichsfeld über Kella ins Werratal. Die Landstraße stand 2 Tage unter Wasser.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth sowie "Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Umgebung" von Manfred Lückert

1963
Winterkälte
Im Januar war die Werra zum ersten Mal seit 1956 wieder zugefroren. Erst bei -15°C und nur dann, wenn die Kälte lange genug hält, friert die Werra zu.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Die Werra war für etwa zwei Monate mit einer dicken Eisdecke überzogen. Während des zu erwartenden Eistreibens rechnete man mit größten Überschwemmungen und traf entsprechende Vorkehrungen. Ein Katastrophenplan wurde erstellt (auch in der Tischfabrik Karst & Gunkel in BSA), Sandsäcke auf den Damm zwischen Allendorf und Dammhaus gestapelt. Hier lagerten auch schwere Steine und Reisigholz. Die Stadt hatte die älteren Schüler zur Mithilfe aufgefordert, alle Eltern mußten schriftlich ihr Einverständnis geben. Die Jungen sollten z.B. Sandsäcke füllen', die Mädchen derweil in der Schule heißen Tee kochen. Es kam jedoch ganz anders. Nach drei Tagen Tauwetter ohne Regen brach das Eis abends gegen 21 Uhr mit einem dumpfen Rumoren auf und trieb fast lautlos ab. Nur in einigen Kurven, so unterhalb von Blickershausen, sah man später einige Schollen auf den Feldern liegen.
Quelle: "Die Werra" von Manfred Lückert

Vom Winter 62/63 einige Erinnerungen von Zeitzeugen: Jeden Morgen gab es dicke Eisblumen an den Fensterscheiben. Ich drückte den Daumen eine Weile in das Eis und taute so ein kleines Guckloch hinein. Jetzt der schnelle Blick zum Thermometer... wieder -17°C. Schon fror das Löchlein wieder zu. Die Tageszeitungen brachten fast jeden Tag Berichte über diesen langen und äußerst strengen Winter, der meines Wissens am Totensonntag 1962 begonnen hatte. Die Überschriften der Zeitungen lauteten u.a.: "13.01.1963 - Neue Kälterekorde in diesem Winter...-21°C" - "25.02.1963 - Erneuter Frost bis -27°C, im Februar noch tiefere Temperaturen als im Januar erwartet."
Das Eis der Werra war über einen halben Meter dick.
Quelle: "Bad Sooden-Allendorf, Eschwege und Umgebung" von Manfred Lückert

1965
Unwetter
Am 16. Juli tobte ein schweres Unwetter über unserem Gebiet. Anhaltende sinnflutartige Regenfälle verursachten große Überschwemmungen und Verwüstungen. Feuerwehr, THW und Grenzschutz waren im Dauereinsatz. Die Bundesstraße in Schwebda war 1m hoch überschwemmt.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1966
Gewittersturm
Ein schwerer Gewittersturm entwurzelte am 18. Juni bei Schwebda die fast 1000jährige "Walrab-Eiche" mit einem Stammumfang von 7m.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Weihnachtswetter
Schnee, Hochwasser, Gewitter und in den Höhenlagen stürmische Winde bestimmten das Wetter z u Weihnachten. Die Werra trat am 2. Wiehnachtstag über die Ufer.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1967
Unwetter
Bereits am 14. April gab es ein weiters Unwetter im Kreis Eschwege. Die Bundesstraße 249 stand 40cm hoch unter Wasser.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Auch zu Weihnachten 1967 wieder Werrahochwasser. Der Pegel erreichte am 27.12. die kritische Marke von 4,21 m und stieg bis auf 4,32 m . Weite Teile des Werratales standen unter Wasser.

1968
Winter
In der Nacht zum 9. Januar sank die Temperatur auf unter -20°C. Sämtliche Bäche und Teiche waren zugefroren. Schneeverwehungen bis 2m Höhe brachten den Straßenverkehr zum Erliegen. In der Nacht zum 13.1. wurden sogar -24°C gemessen. Wegen des hochen Salzgehaltes begann die Werra erst jetzt zuzufrieren. Der klirrende Frost brachte alle Außenarbeiten zum Erliegen.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1969
Kältewelle
Klirrender Frost bis -23°C brachten in der ersten Dezemberwoche alle Außenarbeiten zum Erliegen. Mehr als 1000 Bauarbeiter im Kreis Eschwege hatten Zwangspause.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1973
Trockenheit
Die große und langanhaltende Trockenheit ließ die Milchanlieferung in der Molkerei Eschwege um 20.000 Liter zurückgehen.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1974
anhaltende Regenfälle
Anhaltende Regenfälle im Oktober und November brachten die Rübenernte zum Erliegen. Die Äcker waren größtenteils grundlos und ganze Ländereien verwandelten sich in Schlammwüsten. Selbst die Kartoffeln waren Anfang November noch nicht geerntet.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1975
Jahrhundertsommer
Die Heimatzeitung schrieb am 7. August von einem Jahrhundertsommer und bezog sich auf die große Hitzewelle von über 30 Grad. Auf Grund der Trockenheit wurden Ernteeinbußen erwartet. Nur in den Jahren 1911, 1932 und 1947 gab es ebenfalls lang anhaltende Trockenperioden.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1976
Hitzewelle
Die Menschen stöhnten und schwitzten im Sommer unter der gräßten Trockenheitsperione seit 100 Jahren. 30 Grad und mehr standen an der Tagesordnung. Einige Betriebe legten die Arbeitszeit vor. Es ergingen Aufrufe zum Wassereinsparen. Die Trockeheitsschäden in der hess. Landwirtschaft erreichten die Milliardengrenze. Die Werra bei Heldra war nur noch 1,18m hoch.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1977
Erntenotstand
Für den gesamten Werra-Meißner-Kreis rief der Landrat am 26.8. den Erntenotstand aus. Durch die langen Regenfälle waren die Bauern an den Rand einer Katastrophe geführt worden. 90% des Winterweizens und 60% des Winterroggens standen noch auf den Feldern und wuchsen aus.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1979
Winter
Das neue Jahr begann mit starken Schneefällen und Frosteinbrüchen bis -20°C. Durch die großen Schneemengen wurde im Frühjahr mit Hochwasser gerechnet.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1980
Hochwasserkatastrophe
Das gravierendste Ereignis im Jahre 1980 war wohl die Hochwasserkatastrophe, die sich in der Nacht vom 27. auf den 28.7. ereignete. Wolkenbruchartige Regenfälle gingen über dem Eichsfeld sowie über dem Meinharder Raum nieder. Allein in Schwebda waren über 60 Keller überflutet. Hinter dem Metallgitterzaun zur DDR hatte sich Geröll, Gras und Holz gesammelt und so die Wassermassen zunächst aufgestaut. Irgedwann in der Nacht haben die Wassermassen den Gitterzaun umgedrückt und haben sich ins Tal ergossen.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1981
Werra-Hochwasser
Im März brach das schlimmste Werra-Hochwasser seit 35 Jahren herein. Der Werra-Pegel in Heldra stand bei 4,53m. Tausende von Hektar Ackerland und Wiesen standen unter Wasser.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Wolkenbruchartige Regenfälle
Erneut brach eine schwere Hochwasserkatastrophe über das Werratal herein. In der Nacht vom 3.6. versank das Werratal unter sintflutartigen Regenfällen. Katastrophenalarm im gesamten Kreisgebiet. Überall waren Feuerwehren, BGS, THW, Zoll und Bundeswehr im Einsatz. Innerhalb von 24 Stunden waren über 100 Liter Regen pro m² niedergegeangen.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

In Eltmannshausen gab es in dieser Nacht das größte Hochwasser seit Jahrzehnten. Die durch den Ort fließenden Bäche hatten sich zu reißenden Ungetümen verwandelt. Überall wurden die Kanaldeckel herausgehoben, im Oberland wurde ein auf der Straße abgestelltes Auto weggeschwemmt, zahlreiche Tiere kamen in den Fluten um, zahllose Keller liefen bis zur Decke voll Wasser. Am nächsten Tag fiel die Schule in Reichensachsen aus, da auch dort einige Räume unter Wasser standen.
Quelle: eigene Erinnerungen des Verfassers

1982
Werra-Hochwasser
Die Werra stieg im Januar auf 4,45 m an. Trotz klirrender Kälte waren weite Flächen unseres Gebietes überschwemmt. In Eschwege war die Brückenstraße überschwemmt und das Wasser drang in die Häuser ein.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

Sturm
Am 1. März tobte ein Unwetter mit Blitz und Donner sowie orkanartigem Sturm über dem Werratal. Die Stromversorgung war teilweise unterbrochen. Bäume wurden entwurzelt und Dächer schwer beschädigt. Der Straßenverkehr kam wegen des starken Regens teilweise zu Erliegen.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1983
Sturm
Bis zum 1.2. gab es keinen Winter. Temperaturen bis +13°C waren an der Tagesordnung. Orkanartige Stürme bestimmten die letzte Januarwoche. Am 2. Februar setzte unter Blitz und Donner und erneutem Sturm heftiges Schneetreiben ein und die Temperaturen sanken unter den Gefrierpunkt.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1983
Sturm
Stürme wie wir sie hierzulande selten erleben rasten am 26. und 27.11. über den Werra-Meißner-Kreis. In Böen erreichten sie Orkangeschwindigkeiten. Auf dem Meißner wurden bis zu 130 km/h gemessen.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

12. Juli 1984
Windhose im Werra-Meißner-Kreis
Am Tag nach dem verheerenden Hagelunwetter von München, ging die Hitzewelle (am 12.07. nochmals 34,7°C) auch im Werra-Meißner-Kreis mit einem schweren Unwetter zu Ende. Besonders betroffen waren die Orte Sontra-Wichmannshausen, die Kreisstadt Eschwege sowie Meinhard-Schwebda. Am Schlimmsten traf es jedoch Wichmannshausen, wo eine Windhose gegen 23 Uhr über den Ort fegte und kaum ein Haus unbeschädigt ließ. Feuerwehr, THW und Bundeswehr waren noch am folgenden Nachmittag damit beschäftigt, die Straßen freizuräumen. Einen Schutzengel muß ein junges Mädchen gehabt haben, die mit dem gesamten Dachstuhl des Elternhauses einige Meter weiter unverletzt im Garten landete. Mehrere Scheunen und andere landwirtschaftliche Gebäude brachen in sich zusammen oder wurden so stark zerstört, dass sie einzustürzen drohten. Die Windhose bahnte sich ihren Weg über eine Hügelkette, schlug eine regelrechte Schneise in den Wald und wütete auch auf dem Eschweger Friedhof wo zahlreichen Bäume abbrachen. In Schwebda und auch in Waldkappel wurden mehrere hundert Bäume durch schwere Down-bursts entwurzelt. Örtlich trat auch Hagel und Starkregenfälle auf.
Quelle: Werra-Rundschau

Nachdem es bis zum 7.7. für die Jahreszeit etwas zu kühl war, die Temperaturen bewegten sich ca. bei 13-15°C, brach am 9.7. der Sommer aus. Bereits am 11.7.gab es mit 34,7°C den heißesten Tag des Jahres im Werratal. Dieser rasante Wetterumschwung machte sich am 12.7. mit einem Unwetter Luft, in dem orkanartige Stürme, verbunden mit einer Windhose, Regen und starken Gewittern über den Werra-Meißner Kreis hereinbrachen. Die Stromversorgung war über 7 Stunden unterbrochen, da mehrere Masten gefallen waren.
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1985
Winterkälte
In der Sylvesternacht fiel der erste Schnee. Während der ersten Januarwochen sanken die Temperaturen auf bis zu -18°C und eine 20 cm dicke Schneedecke überzog das Werratal.

Erstmals überhaupt in Hessen gab es am 16.1. in Kassel, wetterbedingt Smogalarm der Stufe 1. n
Quelle: "1200 Jahre Schwebda" von Erwin Heuckeroth

1987
Winterkälte
Am 05. März 1987 wird mit -24,2°C die kälteste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Eschwege gemessen. Überhaupt war der März 1987 mit einer Durchschnittstemperatur von -1,6°C der Kälteste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (1953). Gleiches gilt für den Monat Mai 1987 (+8,8°C), der damit ein Abweichung um -4 K zum langjährigen Monatsmittel aufweist.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

1989/90
Winterstürme
Der Winter 1989/90 war geprägt durch zahlreiche Sturm- und Orkantiefs, die in vielen Regionen Mitteleuropas erhebliche Schäden hinterließen und dutzende Tote forderten. Insbesondere die Orkane Vivian und Wiebke im Februar 1990 bleiben in Erinnerung.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

1994
Sommerhitze
Der Juli 1994 war der bislang heisseste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Eschwege. Im Durchschnitt wurde eine Temperatur von 21,8°C erreicht, das sind 4,3 K mehr als im langjährigen Mittel. Es wurden 25 Sommertage und 14 heiße Tage gezählt.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

1999
Rekordwärme im September
Der September 1999 bescherte uns nochmals einen Sommermonat, denn die Temperaturabweichung betrug +4,2 K. Damit war er der wärmste September seit Meßbeginn in Eschwege.

Winterstürme
Im Dezember 1999 machten die Orkane Anatol und Lothar Schlagzeilen. Ersterer im Norden, der Zweite im Süden Deutschlands.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

2002
Winterstürme
Das Orkantief "Jeanette" zog Ende Oktober 2002 vom Atlantik über die Britischen Inseln und die Nordsee weiter zur Ostsee. Auch im WMK entstanden Sturmschäden.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

2003
Jahrhundertsommer
Der Sommer (Juni, Juli, August) 2003 kann als echter Jahrhundertsommer bezeichnet werden. Die Temperaturabweichung betrug im Durchschnitt aller drei Monate mehr als 3 K. 64 Sommertage und 27 heiße Tage innerhalb dieses Zeitraumes, bei gleichzeitig deutlich unterdurchschnittlicher Niederschlagsmengen bedeuteten in jeder Hinsicht außergewöhnliche Klimawerte. Durch die heiße und trockene Witterung waren jedoch Ernteausfälle in nicht unerheblichem Ausmaß zu beklagen.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

Kälte im Oktober
Dem Jahrhundersommer 2003 folgte ein sehr kühler Oktober. Mit einer Durchschnittstemperatur von 5,6°C war dieser Oktober rd. 4 K kälter als üblich. Trotz offensichtlicher Klimaerwärmung sind auch noch Negativrekorde möglich.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

2006
Eisstau auf der Werra
Nach einigen sehr kalten Tagen und Nächten bildeten sich auf der Werra erste Eisschollen, die sich am Wehr bei Eschwege stauten und zu einer zusammenhängenden Eisdecken anwuchsen.


Quelle: eigene Aufzeichnungen

2007
Trockenheit im Frühjahr
Im April 2007 fielen ganze 1,5 mm Niederschlag, damit beschert uns die Klimaveränderung einen weiteren Negativrekord. Der trockenste Monat überhaupt bleibt aber der September 1959 mit insgesamt nur 1,0 mm Niederschlag.
Quelle: eigene Aufzeichnungen

Gewitterdownburst
In der Nähe von Roßbach (bei Witzenhausen) hat am 20. Juni eine Gewitterfallböe mehrere hundert Quadratmeter Holz gefällt.

Eine ausführliche Analyse mit zahlreichen Schadensbildern von mir gibt es im hier im Forum der Wetterzentrale.
Quelle: eigene Analyse und Beobachtung

Hochwasser im September
Ende September 2007 kam es zu einem mittleren Hochwasserereignis. Nach dem schon recht feuchten Sommer fielen nochmals größere Regenmengen,so dass die Werra über die Ufer trat.




Einen Fotobeitrag dazu gibt es im hier im Forum der Wetterzentrale.

Quelle: eigene Aufzeichnungen

2009
Eisgang auf der Werra
Infolge der strengen Fröste (am 05.01.2009 bis -20,3°C) gab es auf der Werra endlich mal wieder Eisgang. Eisgang auf der Werra kommt schon allein deshalb nicht so häufig vor, weil das Wasser der Werra wg. der Einleitung von Salzlauge aus dem Abraumgebiet bei Heringen einen niedrigeren Gefrierpunkt hat. Der letzte Eisgang datiert von Ende Januar 2006.

Auch der Werratalsee war zugefroren, so dass sich einige mutige Spaziergänger auf das Eis wagten.

Einen Fotobeitrag dazu gibt es im hier im Forum der Wetterzentrale.
www.eltmannshausen.de